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Jan 28

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Blind sein – was heißt das?

Es gibt in der Bundesrepublik 500 000 Blinde  bzw. Sehbehinderte. Frau Schubert besuchte mit ihrem Blindenhund Nora die Grundschule Mühlhausen. Dabei erfuhren die Schüler der 3. Klassen viel über das Lehrplanthema „Blind sein“.IMG_1851
Zuerst durften sich die Schüler mit geschlossenen Augen und einem Blindenstock im Zimmer orientieren. Als aber Nora, der Blindenhund, auf Frau Schuberts Signale reagierte, wie z.B. „Such die Tür“ und der Hund sie zielsicher fand, war das Erstaunen groß. Die Ausbildung eines Blindenhundes dauert neun Monate und die Kosten betragen Zehntausende Euro. Ist der Blindenführhund im Dienst, findet er Ampeln, Aufzüge oder Zebrastreifen, es darf ihn aber niemand streicheln oder etwas zu fressen geben. Deshalb freuten sich die Kinder, als der Hund sein Freizeitgeschirr angelegt bekam, ein Westchen mit einer Glocke daran. Somit wusste Frau Schubert immer wo sich der Hund befand. Auch die Kinder durften den Hund nun streicheln: Frau Schubert zeigte den sehr aufmerksamen Schülern Hilfsgeräte, wie eine Leselupe, eine sprechende und eine tastende Uhr. Selbst ausprobieren durften die Kinder, wie man blind ein Wasserglas füllt.IMG_1858

Zum Schluss gab es auch eine Hausaufgabe: Schließe beim Mittagessen deine Augen oder schlüpf heute Abend mit geschlossenen Augen in den Schlafanzug, putz deine Zähne blind und finde dein Bett!

Frau Schubert konnten alle Schülern und Lehrern eindrucksvoll klarmachen, wie wichtig es ist sehen zu können und welch schützenswertes Gut Augenlicht ist.

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